Über Uns  
Unterstützung  
Veranstaltungen  
Materialien  
- Aussendungen  
- Berichte & Analysen  
- Texte  
Links  
Kontakt  

 

 

 

 



PRESSEAUSSENDUNG
10. Dezember: Internationaler Tag der Menschenrechte

Tag der Menschenrechte:

Seit 59 Jahren existiert die “Allgemeine Erklärung der Menschenrechte” der Vereinten Nationen.

Es gibt wohl niemanden, der die Wichtigkeit der Einhaltung der Erklärung der Menschenrechte infrage stellen würde. Im Gegenteil: Es herrscht allgemeine Übereinstimmung, dass ein Missachten der Menschenrechte zu Barbarei und Unterdrückung führt.

Trotzdem sind wir auch in Österreich - respektive im Burgenland - weit davon entfernt, dass die "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte" in unserem Alltagsleben eine Selbstverständlichkeit darstellen würde. Wir von SOS-Mitmensch Burgenland weisen als Menschenrechtsorganisation darauf hin, dass folgende Artikel für Asylwerber in Österreich erst umgesetzt werden müssen:

  • Artikel 7:   Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich
  • Artikel 9:   Niemand darf willkürlich festgenommen, in Haft gehalten oder des Landes verwiesen werden.
  • Artikel 14: Jeder hat das Recht, in anderen Ländern vor Verfolgung Asyl zu suchen und zu genießen.
  • Artikel 23: Jeder Mensch hat das Recht auf Arbeit, freie Berufswahl, auf angemessene und befriedigende Arbeitsbedingungen, sowie auf Schutz gegen Arbeitslosigkeit.

Mit großer Abneigung und unter heftigem Protest beobachten wir die ständigen Verschlechterungen im Asylwesen durch die Österreichische Bundesregierung. Anderseits freuen wir uns über die wachsende Zivilcourrage und den größer werdenden Widerstand weiter Bevölkerungsschichten gegen diese unmenschliche Politik.

Das Gute:

Es gibt Personen, die ehrenamtlich AsylwerberInnen unterstützen, ihnen kostenlos Brennholz zur Verfügung stellen, Fahrmöglichkeiten anbieten oder einfach finanzielle Unterstützung leisten. Die Burgenländische Landesregierung wird in Zukunft mehrere Deutschkurse für AsylwerberInnen finanzieren, ebenso das AMS Burgenland. Bereits mehrere Gemeinden des Südburgenlandes bieten AsylwerberInnen auf Taschengeldbasis Arbeit an (remunerierte Beschäftigung).

Das Schlechte:

Es gibt wieder AsylwerberInnen im Burgenland, die aufgrund von Kürzungen der Leistungen aus der Grundversorgung Hunger leiden müssen und / oder keinen Krankenversicherungsschutz mehr haben. Praktisch alle AsylwerberInnen leben in absolut prekären Verhältnissen weit unter dem Sozialhilferichtsatz. AsylwerberInnen ist bis auf wenige Ausnahmen eine Arbeitsaufnahme gesetzlich verboten. AsylwerberInnen und subsidiär Schutzberechtigte erhalten kein Kinderbetreuungsgeld.

Forderungen:

Wir von SOS-mitmensch Burgenland betreuen und beraten derzeit ca. 450 AsylwerberInnen im Südburgenland und fordern zur Einhaltung der ?Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte" folgende Schritte:

  • Faire und schnelle Verfahren im Sinne der Einhaltung der Menschenrechte
  • Zugang zu Arbeitsmarkt und zur Berufsausbildung bereits während des Asylverfahrens.
  • Angebote von Deutschkursen an allen Standorten an denen Flüchtlingspensionen geführt werden.
  • Aufbau einer Therapiestelle für traumatisierte AsylwerberInnen im Burgenland.
  • Bleiberecht für alle Asylwerberinnen, falls nach 3 Jahren noch keine Entscheidung über das Asylverfahren gefällt wurde.

Das Neue:

Mehr Informationen über SOS-Mitmensch Burgenland gibt es auf unserer Homepage: http://www.sosmitmensch-bgld.at

Kontakte:

Rainer Klien                         0650/ 3514003

Rotraud Schubert             0650/ 3514001

Unsere Bitte:

Wir freuen uns über Spenden zur Finanzierung unserer Dolmetscharbeit bei Ärzten, Krankenhäusern, Therapeuten sowie Ämtern und Schulen.

Spendenkonto: BA/CA, BLZ 12000, Konto Nr. 01854023700