Über Uns  
Unterstützung  
Veranstaltungen  
Materialien  
- Aussendungen  
- Berichte & Analysen  
- Texte  
Links  
Kontakt  

 

 

 

 


Presseaussendung

Die Zeltlager sind eine Schande - das Boot ist bei weitem noch nicht voll – zahlreiche BurgenländerInnen wollen Quartiere zur Verfügung stellen

Seit Jahren tritt SOS-Mitmensch Burgenland aktiv für die Verbesserung der Situation von AsylwerberInnen ein

Umso mehr sind wir bestürzt über die Errichtung von Zeltlagern, die den ankommenden AsylwerberInnen nur eines signalisieren soll: "Wir wollen euch nicht, wir haben keinen Platz für euch"!

Das Unterbringen von AsylwerberInnen, die eine meist lebensbedrohende Reise hinter sich haben und in vielen Fällen auch traumatisiert sind, in Zelten lehnen wir strikt als unnötig und erniedrigend ab. Zumal bei einem bisschen guten Willen zahlreiche zusätzliche Quartiere zu aktivieren wären. Dies sowohl in öffentlichen Gebäuden wie Schulen, Internaten, Kasernen und anderen öffentlichen Einrichtungen als auch bei Privatpersonen die gerne ihre leer stehende Wohnungen bzw. Häuser zur Verfügung stellen wollen.

Die dafür zuständigen PolitikerInnen sollen diese Möglichkeiten nutzen anstatt mutwillig einen Asylnotstand mit Zelten zu produzieren, der schlicht nicht notwendig ist.

Wir schlagen daher vor, in einem ersten Schritt die Bedingungen bekanntzugeben unter denen die Bgld. Landesregierung Unterkünfte von Privatpersonen für die Unterbringung von AsylweberInnen anmietet.

In einem zweiten Schritt soll die burgenländische Bevölkerung dazu eingeladen werden, verfügbare Unterkünfte bekanntzugeben und in einem dritten Schritt die Betreuung der AsylwerberInnen zu verbessern. Dies betrifft vor allem auch die Zurverfügungstellung von Deutschkursen und psychologische Betreuung.

Sollte dies wider Erwarten keinen Erfolg haben, schlagen wir die Erhöhung der Tagsätze vor (dzt. € 11.- pro Person und Tag). Dies entspräche einer marktwirtschaftlichen Logik.

Wir freuen uns auf die Berücksichtigung unserer Vorschläge.

Für SOS-Mitmensch Bgld.
Rainer Klien