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20.06.2007
Presseaussendung zum Weltflüchtlingstag

Seit dem Jahr 2000 wird auf Beschluss der UN immer am 20. Juni der Weltflüchtlingstag gefeiert.

SOS-Mitmensch Burgenland nimmt dies zum Anlass, auf das Schicksal der ca. 950 im Burgenland untergebrachten Asylwerber/innen hinzuweisen. Sie leben unter schwierigen Bedingungen und in ständiger Unsicherheit wie ihr Asylantrag entschieden werden wird: ob sie in Österreich bleiben können oder ihnen eine Abschiebung droht.

Aufgrund der Initiative von SOS-Mitmensch Burgenland ist es im vergangenen Jahr gelungen, in   Zusammenarbeit mit dem AMS und dem BFI für diese Asylwerber/innen Deutschkurse durchzuführen und damit die Wartezeit sinnvoll zu überbrücken. Mit Unterstützung der Burgenländischen Landesregierung sind für die Zukunft beträchtlich mehr Deutschkurse geplant als bisher. Zudem ist es gelungen, auf Gemeindeebene Asylwerber/innen auf Taschengeldbasis zu beschäftigen . Bereits 7 Gemeinden unterstützen dieses Projekt im Südburgenland, weitere 5 Gemeinden planen es für die Zukunft. Damit wird Integration ermöglicht und das Zusammenleben für alle Beteiligten erleichtert.

Trotz dieser Verbesserungen gibt es keinen Grund zum Jubeln.

  • Für traumatisierte Asylwerber/innen gibt es keine Therapiestellen im Burgenland.
  • Asylweber/innen sind vom Bezug der Familienbeihilfe und des Kindergeldes ausgeschlossen.
  • Der Zugang zum Arbeitsmarkt ist ihnen - bis auf wenige Ausnahmen - verwehrt.
  • Flüchtlingskinder können oft den Kindergarten nicht besuchen, weil deren Eltern sich nicht den Kostenbeitrag leisten können.
  • Auf Bundesebene werden jährlich Tausende Asylwerber/innen sofort nach Betreten der Republik Österreich in Schubhaft eingesperrt wie Kriminelle, obwohl sie sich nichts zuschulden kommen haben lassen.

SOS-Mitmensch Burgenland betont, dass Flucht kein Verbrechen ist und das Einsperren von schuldlosen Asylwerber/innen eine Schande für Österreich darstellt. Wir verlangen daher die Abschaffung der Schubhaft.

Es freut uns, das es immer mehr Menschen gibt, die sich für das Bleiberecht von Asylwerber/inne engagieren und deren drohende Abschiebung verhindern. Und dies nicht nur am Weltflüchtlingstag!