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Ich war fremd und ihr habt mir Heimat gegeben

Kreuzweg 2010
24. März, 10 Uhr in Oberwart
Station "Bleiberecht" / SOS Mitmensch Bgld.

Die Bibel und das Christentum sind über weite Strecken eine Geschichte der Flucht. Ob   Maria und Josef, Moses, Abraham und Sara oder ganz zu Beginn der Menschheit Adam und Eva: sie alle mussten flüchten. Sei es aus Hunger, Vertreibung oder vor politischer Verfolgung. Aufgrund dieser Erfahrungen hat Jesus eine der wichtigsten Verhaltensregeln formuliert: "Was ihr dem Nächsten angetan habt, das habt ihr mir angetan!" Einfacher und deutlicher kann man nicht zu Solidarität, christlicher Nächstenliebe oder ganz allgemein zur Humanität aufrufen.

Die Realität - nicht nur in Österreich - schaut anders aus:

Familien werden zerstört, Kinder in Länder deportiert, in denen sie noch nie waren, deren Sprache sie nicht beherrschen und wo sie keine Freunde und Verwandte haben. Auch Säuglinge werden im Österreich der heutigem Zeit abgeschoben.

Es werden Freundeschaften zerrissen, Integration zerstört, mühsames Einleben in ein neues Zuhause in Österreich demoliert.

Das sind die Folgen des neuen Bleiberechts. Es wurde vor 1 Jahr auf Weisung des Verfassungsgerichtshof neu geregelt. In Verkehrung der Wortbedeutung ?Bleiberecht" wird genau das Gegenteil getan was der Verfassungsgerichtshof wollte und was humanitäres Aufenthaltsrecht bedeutet: Es wird verstärkt abgeschoben.

Das sind Familien die seit Jahren hervorragend gut in Österreich integriert sind, die eine neue Heimat bei uns gefunden haben.

Auch so kann das christliche Abendland aussehen! Wohin hat sich das christliche Abendland entwickelt?

Nachbarn, Lehrer, Pfarrer, Bürgermeister, Freunde und andere Vertreter der Zivilgesellschaft kämpfen dafür, dass die Flüchtlinge hier bleiben dürfen. Doch die herrschende Obrigkeit und ihre Schreibtischtäter in Verwaltung und Politik kümmert das nicht.

In zynischer Weise werfen sie den Schutzsuchenden noch vor, dass sie sich zuwenig um Integration und Arbeit bemüht hätten. Obwohl sie wissen, dass es aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen gar nicht erlaubt ist, eine Arbeit aufzunehmen und obwohl bekannt ist, dass die Landesregierung und das BMI alles daran setzen um Integration zu verhindern (Sprachkurse, LReg. will keine Integration zulassen bzw. unterstützen)

Zum Hohn und Spott werden sie allzu oft noch in der Öffentlichkeit als Kriminelle diskriminiert/verunglimpft: Trotz besseres Wissens, dass sie sich nichts zu Schulden kommen lassen.

Es geht auch anders:

Mitgefühl und tatkräftige Hilfe bei der Herbergsuche können helfen, den verfolgten Brüdern und Schwestern hier bei uns eine neue Heimat zu geben bzw. ihre Deportation zu verhindern.

Diese Welt gehört niemanden außer uns allen!

Kein Mensch ist illegal!