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Einladung zur Podiumsdiskussion zum Thema

Von der Euphorie zur Ernüchterung:
30 Jahre Fall des "Eisernen Vorhanges".

Ort: Oberschützen, Haus der Volkskultur

Zeit: 17. Mai 2019 um 19 Uhr

 

Im Burgenland wurde im Jahr 1989 mit großer Begeisterung der Fall des Eisernen Vorhanges begrüßt. Beinahe überschwänglich wurde dieses Ereignis bei unseren ungarischen Nachbarn gefeiert.

Viel Hoffnung wurde mit der neuen Situation verknüpft: sie versprach mehr Freiheit und bessere Lebenschancen im Rahmen garantierter Menschenrechte.

Der baldige Beitritt – zuerst zur NATO, dann zur EU - stand vor der Türe. Die Grenzen wurden geöffnet und ein Kaufrausch setzte ein. Während der freie Waren – und Kapitalverkehr problemlos funktionierte, wurden für den freien Personenverkehr Übergangsregelungen gesetzt, um den österreichischen "Arbeitsmarkt nicht in Gefahr zu bringen".

Das Modell der "realen Sozialismus" war Geschichte während der Marktliberalismus alle Lebensbereiche durchdrang. Das hatte teilweise dramatische Folgen auf die Gesellschaft. Die Aufbruchstimmung wich bald einer Ernüchterung: Aus gleichberechtigten Nachbarn wurden Konkurrenten. Die "Segnung" des marktliberalen Liberalismus spaltete die Gesellschaften beiderseits der Grenze.

Anfängliche ernst gemeinte Bestrebungen zur Zusammenarbeit versanken in heuchlerischen Absichtserklärungen. Verschärft wurde diese Entwicklung durch die europaweite einsetzende Renationalisierung der Politik und die Unfähigkeit der EU, den vereinbarten Wertekatalog in die Alltagspolitik einfließen zu lassen.

Viele Erwartungen wurden dadurch enttäuscht. Vor allem für die verletzlichsten Bevölkerungsgruppen wurde die Situation massiv schlechter. Insbesondere für die Bevölkerungsgruppe der Roma in Ungarn und für die AsylwerberInnen in beiden Ländern. Anstatt die Spaltung in der Bevölkerung zu überwinden, wurde die Kluft noch größer (gemacht)!

Nach 30 Jahren ist es Zeit zu analysieren, was schief gelaufen ist und weshalb.

Wie kann eine bessere Zukunft vorbereitet werden?

 

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